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Twingo - Liefert da, wo es drauf ankommt
Die Note 2,1 erhielt der Renault Twingo nach einem Fahrtest von „autoBILD“ (Ausgabe 30/2026). Er sei eine knuffelige Type, dieser Twingo. Zumal er sich große Schwächen spare. „Die stellenweise einfache Machart ist angesichts des Preises verschmerzbar, bei Konnektivität und Effizienz sieht es sogar richtig gut aus.“ Der kleine Knirps sei etwas Besonderes: Irgendwie cooler, als er sein sollte, so als günstiger Kleinstwagen im 20 000-Euro-Segment.
Im Innenraum habe Renault sich bemüht, Reminiszenzen zum 1993 gestarteten Twingo zu schaffen. „Der Warnblinkschalter schaut immer noch so aus wie frisch aus dem Kaugummi-Automaten gezogen, das horizontal ausgerichtete Armaturenbrett nennen wir eher eine improvisierte Neuinterpretation. Für viel Hartplastik und die Ausstellfenster hinten kann man dem Twingo in all seiner Verspieltheit nicht wirklich böse sein“, urteilt das Magazin.
Der Twingo liefere da, wo es wirklich drauf ankommt. Schon die Basis-Version bringe den mittigen 10-Zoll-Bildschirm mit - gespickt mit Apple CarPlay und Android Auto. Die optionalen Google-Dienste des Testwagens inklusive Maps und entsprechender Sprachsteuerung seien nett, aber kein Must-Have.
Die Sitze des Twingo erinnerten in ihrer Schaumigkeit ebenfalls an das alte Modell - viel Seitenhalt gebe es nicht. Auf der Kurzstrecke sei das Gefühl nicht unbequem, für die Langstrecke sei der ganze Twingo ohnehin nicht gemacht. Für den Trip zum Möbelladen erweise er sich indessen als très variable, solange die Last nicht zu schwer ausfalle (Zuladung 353 kg). Die verschiebbare Zweier-Bank und der umklappbare Beifahrersitz seien schon mehr, als viele andere in dieser Klasse zu bieten haben.
Auf riesige Leistungsreserven verzichte der Twingo E-Tech auch im Jahr 2026 noch: „82 PS leistet sein E-Motor in der Spitze, 48 PS dauerhaft - anders als im direkten Vorgänger werden nun wieder die Vorderräder angetrieben. Damit geht es rauf auf bis zu 130 km/h. Zum Mitschwimmen reicht das, zumal der Strombedarf auch bei diesem Tempo sehr gering bleibt: 14,4 Kilowattstunden zeigt der im mittrigen Bildschirm untergebrachte Bordcomputer an. Der ermittelte Testverbrauch lag sogar noch niedriger. 13,9 Kilowattstunden. In diesem Wert sind schon die Ladeverluste drin“, betont „autoBILD“.
Zugute dürfte dem Twingo gekommen sein, dass er seine Verbrauchsfahrt bei sonnigen 18 Grad Celsius absolvieren konnte. Weder Klimaanlage noch Heizung mussten arbeiten - eine Wärmepumpe gebe es nicht, auch nicht gegen Aufpreis. Im Winter solle man also einen gewissen Abschlag von den 211 Kilometern Reichweite einkalkulieren, die „autoBILD“ ermittelte. Um von 15 auf 80 Prozent wieder aufzuladen, brauche der Twingo laut Renault mit 50 kW Schnellladeleistung 28 Minuten. Top: 11 kW AC-Ladeleistung seien Serie, müssten nicht extra bezahlt werden. Auch dass der Twingo einen One-Pedal-Modus zu bieten habe, also auch ohne Nutzung des Bremspedals bis zum Stillstand verzögere, sei in dieser Klasse nicht unbedingt selbstverständlich.
„Im Ernstfall braucht es mit kalter Anlage 35,5 ansonsten 36,4 Meter bis zum Stillstand. Kein Spitzenwert, aber solide. Fahrwerk und Lenkung sind in Renault-Manier eher nachgiebig bzw. leichtgängig ausgelegt. Das passt aber gut ins Konzept und erleichtert den Umgang mit Schlaglöchern und anderen Ruppigkeiten.“ (konjunkturmotor.de - Redaktionsdienst, KK, Juli 2026)
Verbrauchs- und Emissionswerte nach WLTP:
kombinierter Energieverbrauch: 13,1 kWh/100 km, CO2-Ausstoß: 0 g/km, CO2-Klasse: A
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